Bewegung im Ewigen Meer

Ist das Ewige Meer ewig?



Selten sieht man das Ewige Meer ruhig. Ein stetiger Wind aus Südwest kräuselt dauernd das Wasser des Meeres. Oft ist der Wind auch sehr kräftig, dann kann man hier richtigen Wellengang erleben.

Dieser Wellenschlag nagt beständig am NO-Ufer und ist die Ursache dafür, daß sich an dem im Windschatten liegenden Uferteil mächtige Braunschlammschichten ablagern, die bis 1,45 m dick werden.

Während sich an den Nebenmeeren Dobbe, Kleines Eversmeer und den Krickmeeren ausgeprägte Verlandungszonen mit Torfmoosschwingrasen zeigen, hat das Ewige Meer nur einige kleinere solcher Stellen an der Südseite.

Die Folge ...

Das Ewige Meer wandert - und zwar in Richtung Kleines Eversmeer. Auch seine Form ändert sich im Laufe der Zeit durch das Wechselspiel aus Uferabbruch und partiellem Verlanden.

Braunschlammschichten entstehen durch die von der Uferkante abgebrochenen Torfstücke.
Wind und Wellenschlag lassen das Ewige Meer nicht nur wandern, sie verhindern auch das eigentliche Verlanden des Meeres, denn Sphagnen, die Torfmoose, wachsen nur an windberuhigten Stellen. Im Ewigen Meer selbst ist kein Moorwachstum möglich und es gibt hier auch keinen Sumpf- und Schilfgürtel wie bei Niedermooren. Das Ewige Meer kann weder verlanden noch zuwachsen.

Die Folge ...

Das Ewige Meer wird wohl als kleines Stück Ewigkeit noch lange erhalten bleiben.
Darauf deuten auch die Angaben zur Wasserfläche hin, die in den letzten 80 - 100 Jahren nahezu konstant waren.