Klettern - Schlingen und Knoten

Schlingenlegen und Knotenmachen sind keine Zier, sondern entscheiden über die Sicherheit beim sächsischen Klettern. Es genügt, einige wenige Knoten zu kennen, aber es ist wichtig, diese sehr gut zu beherrschen, und zwar aus der Kletterhaltung heraus. Das heißt, Knoten auch einhändig, evtl. unter Zuhilfenahme der Zähne und auch "blind" machen zu können. Das Schlingenmaterial soll den größtmöglichen Durchmesser haben und die Schlingen immer mit doppeltem Strang geknotet werden. Die freien Enden am Knoten sollen auch immer lang genug sein, mindestens 15 cm. Das erleichtert das Öffnen der Knoten und gibt eine Reserve, falls sich die Knoten bei Belastung nachsetzen. Wichtig ist, immer ausreichend Schlingen und Karabiner für den betreffenden Weg mitzunehmen, es werden möglichst viele Zwischensicherungen gelegt. Faustregel kann dafür sein: je 10 Meter Weg 4 - 5 Schlingen und für jede Schlinge 1 Karabiner; dazu noch 2 Prusikschlingen je Kletterer. Man sollte für die eigene Standplatzsicherung weitere Schlingen, durchaus längere, einplanen. Oftmals kann man an Standplätzen im Weg und auf dem Gipfel auch nur an der natürlichen Felsstruktur sichern. Expreßschlingen sind im sächsischen Fels im Prinzip überflüssig, lediglich an den wenigen Ringen könnten sie die klassische Karabinersicherung ersetzen.

Sackstich (gesteckt oder geschlungen)

Achterknoten (gesteckt oder geschlungen)

Bandschlingknoten (gesteckt oder geschlungen)

Kindskopf

Halbmastwurf (HMS)

Prusikknoten